Durch eine Umrüstung veralteter Straßenbeleuchtungsanlagen auf energieeffiziente LED-Beleuchtungslösungen können hohe Energieeinsparungen erreicht werden, wodurch auch ein immenser Beitrag zu den klimapolitisch vorgegebenen CO2-Minderungen geleistet wird. So liegt der theoretische Jahresverbrauch für eine LED-Straßenleuchte mit 2.000 lm und einer Jahresbetriebszeit von durchschnittlich 4000 Stunden bei 88 kWh, was bei einem durchschnittlichen Strommix mit einem Emission-Koeffizienten von ca. 0,6 kg CO2/kWh 55 kg CO2 entspricht. Die CO2-Emission pro Jahr für die effizienteste Quecksilberdampf-Hochdrucklampe bei gleichen lichttechnischen Anforderungen liegt mit einem Jahresenergieverbrauch von 154 kWh bei 96 kg CO2.

Aufgrund weniger und zum Teil auch widersprüchlicher Erfahrungen wird der Wechsel zur LED-Beleuchtung jedoch noch vielfach gescheut. Der LEDLaufsteg möchte Kommunen und Entscheidungsträgern der öffentlichen Verwaltung aus Bund, Ländern, Städten und Gemeinden die Einsparpotenziale bei einer Umstellung auf LED-Technologie und entsprechende Beleuchtungskonzepte demonstrieren.

Doch LED-Beleuchtung kann noch viel mehr, als nur hohe Energieeffizienz mit größeren Wartungsintervallen zu garantieren. Die Anwendung spezieller Beleuchtungskonzepte und die richtige Auswahl von Straßenleuchten tragen neben der Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht auch zu einer lichttechnisch hochwertigen Beleuchtung bei. Hierfür möchte der LEDLaufsteg Hilfestellung leisten:

Welche Konsequenzen hat das Abschalten einzelner Leuchten, ein unkontrolliertes Absenken oder das Nichtersetzen einer maroden Straßenbeleuchtung? Fragen wie diese sowie die Bedeutung von Lichtqualität und deren Abhängigkeit von Masthöhe, Mastabstand, Fahrbahndeckschicht, Bebauung, Lichtverteilung und Lichtfarbe können mit dem Fachgebiet Lichttechnik der TU Berlin direkt vor Ort diskutiert werden.

Neben der Einhaltung entsprechender Normen müssen bei einer Umrüstung vor allem Bebauung sowie Straßengeometrie und –kategorie berücksichtigt werden. Entsprechend können Masthöhen, Mastabstände, Lichtstärkeverteilungskurven und Leuchtendimensionen gewählt werden. Sämtliche FaktoInformationen_fuer_Zielgruppenren müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Eine Zusammenstellung von Planungshinweisen, die sich aus ersten Versuchen auf dem LEDLaufsteg ergeben haben, finden Sie unter der Zielgruppe Planer.

Die Ausschreibung der Leistung sollte die über die Planung festgelegten Parameter möglichst genau beschreiben, damit die Herstellerauswahl nach höchster Güte erfolgen kann. Bei dieser spielen dann auch vertragliche Gestaltungen wie vereinbarte Nachmessungen und die angegebene Haltbarkeit eine Rolle.

Langfristig wird die Entwicklung eines Planungstools angestrebt, der folgende Parameter in einen Vergleich einbezieht: Investitionskosten, Energieverbrauch, Leuchtdichte, Lichtqualität, Wartungsaufwand, Kommunikationskosten Umweltverträglichkeit.

Unter Einbeziehung der Stadtwerke dient der LEDLaufsteg darüber hinaus der Entwicklung energieeffizienter und innovativer Betriebsführungsstrategien.